Chen Tao Kwoon

Kampfkunst-Gesundheitssysteme-Meditation-Selbstverteidigung-Philosophie

Startseite
Historie
Technik
Philosophie
Meditation

 

Chen Tao Kampfkünste

Die Chen Tao Kampfkünste sind im Wesentlichen Shaolin Kempo, Chan Shaolim Si und He Tje Tao (Dju Su). Eine Trennung und Aufspaltung in einzelne Teilsysteme halte ich für schlichtweg falsch. Die in meines Erachtens nach beste Bezeichnung ist demnach auch "Chen Tao Kampfkünste". Oft verwende ich auch die Begriffe Shaolim Si/Kempo um Sifu Tze's Kampfkunst zu beschreiben. Sifu Tze geht noch weiter und sagt die Kampfkünste der Welt sind Kempo. Es ist nur eine der vielen möglichen Schreibweisen. Kempo ist ein Begriff aus der jap. Sprache, man kann genauso chin. Tang So, Chuan Fa, Chuan Su oder wie auch immer benutzen. In der Mongolei nennt man es Naada, in Vietnam Quyen Thuat, in Indonesien Pukulan und in Korea Kwonbop. Mit der Zeit haben sich die Bezeichnungen nochmals verändert. Kempo heißt in Japan nun Karate, in Korea Taekwondo, in der Mongolei Naada Kempo, in Indonesien Pentjak und in Vietnam Vo. Es kann heißen wie es will, beschreibt es jedoch immer die Kunst des Kampfes als Faustkampfmethode, so Sifu Tze. Shaolin Kempo und Chan Shaolim Si ist für mich nicht trennbar. Ich betrachte es als ein Kampfkunstsystem. So wie ich es auch von meinem Lehrer Sifu Tze lerne und lernen durfte gebe ich es an meine Schüler weiter.

Eine Bemerkung

Wer sich so alles auf Sifu Meijers beruft und angeblich Chen Tao Kampfkunst betreibt ist mittlerweile haarsträubend. Sei es Kempo, Shaolim Si oder die Auskopplung der so genannten Schlüsseltechniken unter dem Beriff Dju Su. Was dann darüber hinaus von diesen Leuten geboten wird ist noch schlimmer. Auf meinen Seminaren stelle ich oft fest, das selbst Toan-Träger keine Ahnung davon haben was unser Meijers Kempo eigentlich ausmacht und vor allen Dingen wie es funktioniert. Die Wurzel ist zu einem wesentlichen Teil das Kempo Allcombat aus den 50er Jahren. Da hat sich bis heute nichts geändert. Gerade die Dinge die kampftauglich sind, können sich nicht verändert haben. Man muss nur die Prinzipien verstanden haben, um Kempo funktionieren zu lassen. Auf der anderen Seite sind es unter denen die noch reales Kempo betreiben zu viele die sich gegenseitig mit Dreck bewerfen. Hier sollte an einem Strang gezogen werden. Wenn auch die Chen Tao Wu Shu Stilisten nicht viel Interesse daran zu haben scheint, die Shaolim Si/Kempo Welt zu einen, so halte ich es für unbedingt erforderlich. Denn eines sollte jedem klar sein: Sifu Meijers ist einer der größten Kampfkünstler die wir haben. Sein Weg des Kempo sollte unbedingt erhalten bleiben. Dazu gehört Harmonie und geschlossenes Auftreten. Dies fängt schon in Eurem Kwoon an. Gegenseitige Achtung und die Einhaltung der Etikette ist ein absolutes muss. Neben der körperlichen Ausbildung darf auch die geistige nicht zu kurz kommen.

Chan Shaolim Si Kung Fu

Chan Shaolim Si Kung Fu (Shaolim Si Wu Chu) kommt nicht aus dem Shaolinkloster in der VR China, vielmehr wird so die Kampfkunst bezeichnet, die Prof. Dr. Sifu Tze Dschero Khan Chen Tao Tze (Gerald Karel Meijers)  in den 70er Jahren durch das Training in den so genannten Shaolingruppen bekannt gemacht hat. Und gehört so zu den Systemen des Chen Tao Wu Shu. Näher betrachtet baut es auf dem Shaolin Kempo auf. Genau genommen könnte man sagen es ist eigentlich Kempo. In der Anfangsphase gab es für Chan Shaolim Si Kung Fu auch verschiedene andere Bezeichnungen. Als Kampfsystem beinhaltet es sowohl die äußere als auch die innere Seite der Kampfkunst, d. h. neben dem körperlichen Training der Kampftechniken und –verfahren gehörten und gehören heute noch chinesische Philosophie, Meditation, Medizin sowie die vielfältigen Psychoregulationen als gleichberechtigte Teile zur Ausbildung. Rein technisch gesehen bilden die Pok Kek, die Grosse Drachenform und die statischen Grundübungen die Basis des Stils, die jedoch dann noch durch andere Formen und Partnerübungen erweitert und ergänzt werden. Fortgeschrittene Schüler erlernen auch die Waffenkampftechnik des Systems. Es fußt auf dem Shaolin Kempo, dem Poh Chi und dem Shaolin Chuan Su. Ein Prüfungsprogramm mit Gürtel- und Graduierungssystem wurde erst Ende der 70er Jahre eingeführt. Chan Shaolim Si Kung Fu wird als Hauptstil im Kwoon trainiert.
Zum Chan Shaolim Si Kung Fu findet sich inzwischen eine Fülle von Informationen und Darstellungen,  es hat eine Reihe von Stilrichtungen, Schulen und Vereinen beeinflusst, so dass man es heute unter den unterschiedlichsten Bezeichnungen und mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten wieder findet.

Shaolin Kempô (Kempô Naadaa)

Shaolin Kempô (Kempô Naadaa) ist das Grundlagensystem des Chen Tao Wushu Shaolin Kempô hat auch nichts mit dem Shaolinkloster in der VR China zu tun, sondern man versteht darunter in Europa, insbesondere in den Niederlanden, Belgien und Deutschland, in erster Linie die Kampfkunst, die Sifu Tze in den 50er Jahren in die Niederlande eingeführt hat und die von ihm zwischen 1966 und ca. 1985 auch in Deutschland, vornehmlich am Niederrhein und im Ruhrgebiet unterrichtet und verbreitet wurde.
Sifu Tze erlernte in den 30er und 40er Jahren in Asien verschiedene Kampfsysteme und brachte dieses Können und Wissen dann nach Europa. Shaolin Kempô (Kempô Naadaa) ist das Grundlagensystem des Chen Tao Wushu und wird als zweiter Hauptstil im Kwoon trainiert.

Dju Su (He Tjie Tao Dju Chu oder auch Rou Shou)

Dju Su wird auch als die chinesische (Ur-) Form des jap. Jiu-Jitsu bezeichnet. Im Chen Tao Wushu wird Dju Su nicht isoliert trainiert, sondern die Befreiungen, Griffe, Hebel und Würfe sind in entsprechenden Partnerübungen integriert.
Dju Su hat sich als Kampfsystem inzwischen verselbstständigt und wird von einer Vielzahl von Vereinen und Schulen in unterschiedlichen Organisationen als System betrieben.
So auch in der Jin Chan Tao Abteilung des TV-Orken angeboten. Info durch H.-J.Brandt