Chen Tao Kwoon

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Statische Prinzipien

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Die statischen Prinzipien bilden das erste Grundgerüst des Chan Shaolim Si Trainings und begleiten den Studierenden bei seinem  Kung-Fu Training von nun an. Sie beinhalten gleichermaßen Technik- und Ausdauertraining, Atemschulung und Meditation. Auf den ersten Eindruck hin eine als isometrisches Training eingeschätzte Übung entwickelt sich zu mehr. Der Muskel- und Sehnenaufbau des ganzen Körpers wird  durch das statische Training gestärkt. Es gehört auch eine passable Kondition dazu, eine komplette statische Übungsfolge durchzustehen. Dazu kommt der meditative Aspekt und in der fortgeschrittenen Stufe die Qi Gong Übung. Wir unterscheiden zwischen den 18 Übungen Faust und den 14 Übungen Fuß und sie sollten täglich geübt werden. Die Techniken beginnen aus einer tiefen seitlichen Position durch eine Drehung nach rechts mit dem Uhrzeigersinn wieder in eine seitliche Position. Mit links wird nun die erste Technik ausgeführt. Nun mit dem Uhrzeigersinn weiter drehen und  mit  rechts gleiche Technik ausführen. Beide Techniken werden aus  der Drehung heraus einmal wiederholt. Versucht werden sollten im Normalfall drei Serien pro Technik. Mehr ist auch für den fortgeschrittenen Schülergrad 1.Tjie nicht praktikabel. Vor Beginn jeder Technik durch die Nase einatmen die Luft in den Lungen halten (Zwerchfellatmung) und die Muskulatur des ganzen Körpers anspannen. Die Zunge liegt am Gaumen. Nach jeder Technik entspannen und dabei durch den Mund ausatmen. Die Luft in den Lungen halten bedeutet nicht Luft einschließen, es muss während der ganzen Übung Atemfluss  möglich sein. Das verschließen des Luftweges unter der Anspannung der statischen Übung ist falsch, ja sogar gefährlich. Ungeübte müssen bei dieser Atemtechnik Vorsicht walten lassen. Grundsätzlich sollte man nur unter fachlicher Anleitung üben. Für Kinder wird eine entschärfte Atemtechnik angewandt. Hier wird durch die Nase eingeatmet und beim Ausführen der Technik sofort durch den Mund ausgeatmet und die Muskulatur angespannt. Entspannung in der Endlage der Technik. Die statischen Prinzipien sollen auch dynamisch ausgeführt werden. Die Anzahl der Wiederholungen pro Technik ist hier beliebig variierbar und kann individuell angepasst werden. Die Drehbewegung entfällt bei der dynamischen Variante. Auch gibt es in der dynamischen Variante einige wenige Abweichungen in der Ausführung.

Statisch Faust Prinzip Nr.01, Faustschlag aus Kopfhöhe nach vorne, Peitschenschlag

Statisch Faust Prinzip Nr.04,Faustschlag von innen zur Schläfe

Statisch Fuß Prinzip Nr.01, gerader Fußtritt nach vorne

Statisch Fuß Prinzip Nr.13, Vorwärts-, Seitwärts-, Rückwärts-, Halbkreistritt