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Chen Tao Kwoon |
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Training
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Grundsätzliches Das Training ist individuell an jeden Teilnehmer und dessen Leistungsfähigkeit angepasst. Jedoch lernen wir im Rahmen des Trainings uns mit unseren eigenen Möglichkeiten und Grenzen kennen und können dabei unsere Fähigkeiten weiterentwickeln und vermeintliche Beschränkungen überwinden. So ist es möglich, das Anfänger und Fortgeschrittene zusammen üben, ohne sich dabei gegenseitig zu benachteiligen, über- oder unterfordern. Beim Training wird der verantwortliche Umgang mit uns selbst und unseren Partnern geübt und gefördert. Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer sind nötig, um Chan Shaolim Si/Kempo zu trainieren; innere Ruhe, Gelassenheit und Harmonie sind angestrebte Ziele des Trainings. Wie bei den meisten Kampfkünsten asiatischen Ursprungs versteht sich CSSi/Kempo auch als Weg- und Lebensschulung, bei der wir uns ständig mit uns selbst auseinander setzen müssen. |
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Verhalten während der Übungsstunden Während der Übungsstunden sind unnötige Gespräche zwischen den Schülern zu vermeiden. Jeder sollte im eigenen Interesse die vorgeführten Techniken annehmen und deren Ausführungen studieren. Möchte ein Schüler den Übungsraum verlassen, so muss dies dem verantwortlichen Lehrer vorher signalisiert werden. Nur dem höchstgraduierten der Anwesenden ist es erlaubt mit vor der Brust verschränkten Armen dazustehen. Nimmt jemand anderes diese Körperhaltung ein, ist das eine Herausforderung zum Kampf an den Höchstgraduierten. Für die beim Training eingesetzten Waffen und Übungswaffen wird ein stets einwandfreier Zustand vorausgesetzt. Benutzt man die chinesischen Begriffe für die Lehrer-Schüler Beziehung, so tragen eigenständige Lehrer den Titel Sifu. Daraus folgt aus der Sicht des Sifu der Begriff Toe Dai für die Schüler und aus der Sicht der Schüler Si Hing für die älteren Schüler. Der Sifu des eigenen Sifu trägt den Titel Si Gung, dessen Sifu wiederum den Titel Si Jo (Stilbegründer). Sifu die Sifu als Schüler haben, kann der Ehrentitel Dai Sifu verliehen werden. Dafür ist aber auch mindestens der 6.Toan erforderlich. Kleidung Getragen wird schwarzer Kampfanzug bzw. weiße Jacke/schwarze Hose. Die Jacke wird mit einem Gürtel der eigenen Graduierung entsprechend gebunden. Wird eine Jacke mit Knebelverschlüssen getragen, so ist der Gürtel unter der Jacke zu binden (der Gürtel muss ausreichend lang sein, beide Enden müssen deutlich zu sehen sein). Wird der Gürtel um die Taille gewunden, so dass unterhalb des Nabels die Enden des Gürtels geknotet werden können und etwa gleichlang nach unten weisen. Die Kleidung darf nur mit Verbands- oder Vereinssymbolen versehen werden, Phantasieaufnäher sind verboten. Die Trainingskleidung darf weder stark verschmutzt noch beschädigt sein. Schüler ohne Kampfanzug trainieren in T-Shirt und Hose. Schmuck und Uhren Schmuck und Uhren sind grundsätzlich abzulegen. Ist dies nicht möglich, ist das jeweilige Objekt mit Tape so abzukleben, dass zu keinem Zeitpunkt eine Verletzung daraus resultieren kann. Finger und Fußnägel Finger und Fußnägel müssen so beschaffen sein, dass während des Trainings Niemand damit verletzt wird. Gegebenenfalls auch durch das Tragen von Handschuhen oder Abkleben mit Tape. Betreten und Verlassen des Kwoon, Übungsraumes Bei Betreten des Übungsraumes verneigt sich jeder mit geschlossenen Füßen und am Körper seitlich nach unten gehalten Armen. Beim Verlassen des Übungsraumes wird an der Tür in die Richtung des Innenraumes gewand die Verneigung wiederholt. Wird im freien trainiert gilt dies auch bei Annäherung an und Entfernung von der Trainingsgruppe. Falls Matten ausgelegt sind, dürfen sie keinesfalls mit Schuhen begangen werden. Begrüßung gemäß Hirachiestruktur Einfache Variante in aufrechter Position Lehrer und Schüler stehen sich gegenüber, von links nach rechts (höchster anwesender Grad) der Graduierung entsprechend. Drehung der Lehrer um 180° und gemeinsames Grüßen, Ching Li (rechte faust in offener linken Hand). Gegrüßt wird das Wappen der Schule und ein Bild des Si Gung bzw. Sifu. Die Lehrer drehen sich zurück in die vorherige Position, gegenseitiges Grüßen, Ching Li. Formelle Variante Lehrer und Schüler stehen sich gegenüber von links nach rechts der Graduierung entsprechend. Drehung der Lehrer um 180° und gemeinsames Grüßen, Ching Li (rechte faust in offener linken Hand). Gegrüßt wird das Wappen der Schule und ein Bild des Si Gung bzw. Sifu. Die Lehrer drehen sich zurück in die vorherige Position. Nacheinander in Abhängigkeit von der Graduierung abknien, höchster beginnt. Knien Lehrer und Schüler, kurze Phase der Konzentration und Besinnung, Augen sind geschlossen, Handflächen ruhen auf den Oberschenkeln. Höchster Schülergrad, links außen, gibt das Kommando Sifu. Alle bis auf den Sifu verneigen sich mit Dat Shu. Der links außen sitzende Lehrer gibt darauf das Kommando Shaolim, alle verneigen sich mit Dat Shu. In Abhängigkeit von der Graduierung stehen alle nacheinander einzeln auf. Der Höchstgraduierte zuerst. Stehen alle erfolgt wiederum der Gruß Ching Li. Bei der Aufstellung ist auch nachfolgende Variante weit verbreitet. Sifu und Schüler stehen sich gegenüber. Die anderen Toangrade stehen in einer Reihe im rechten Winkel links vom Sifu. Sind Ehrengäste anwesend stehen sie im rechten Winkel rechts vom Sifu auf dem Ehrenplatz. Sind Gäste, auch Stilfremde, beim Training werden sie ihrer Graduierung entsprechend eingeordnet. Verspätet sich ein Schüler, so wartet er ab, bis er die Möglichkeit hat den Lehrer mit Ching Li zu Grüßen.
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Verhalten außerhalb des Kwoon Das verhalten außerhalb des Kwoon sollte steht’s einwandfrei sein. Nutzt jemand die erlernten Fähigkeiten abgesehen von Notwehr und Nothilfe um anderen zu Schaden wird er/sie unwiederuflich aus unserer Gemeinschaft ausgeschlossen. Man muss sich im Klaren darüber sein das man seinen Lehrer, dessen Lehrer und den gesamten Stil, ja sogar die Kampfkunst nach außen hin Vertritt. Das eigene Verhalten sollte dem stets Rechnung tragen und ohne Beanstandung sein. Besteht der Wunsch eines Gasttrainings bei einer anderen Gruppe oder einem anderen Stil, so ist dies unter Nennung seines/ihres Namens, Kwoon und Sifu förmlich anzufragen. Wird dies gestattet, ist dies unter Einhaltung der dort gültigen Trainingsregeln, soweit dies möglich ist, durchzuführen.
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